Herz, getroffen, stark

Die Entdeckung deines Ichs – ein Powertool!

In den letzten Tagebucheinträgen habe ich immer wieder von SelbstwertLebensmissionen, Selbstliebe, KlarheitEntscheidungen und Weiterentwicklung geschrieben. Heute möchte ich ein Powertool vorstellen, das alle Themen vereint und gerade zum Jahresende ein tolles Ritual werden kann. Ganz besonders kann es das Selbstbewusstsein und die Selbstliebe stärken. Es ist so naheliegend, dass wir es trotzdem nicht für gewöhnlich halten. Oder haben Sie schon einmal einen Brief an ihr zukünftiges Ich geschrieben?

Weshalb sollte ich mir einen Brief schreiben?

Es gibt verschiedene Gründe, seinem zukünftigen Ich einen Brief zu schreiben. Der wertvollste Punkt ist, dass unsere Gedanken unser Leben beeinflussen und steuern. Hinzu kommt, dass uns das Schreiben hilft, uns zu reflektieren und selbst zu coachen: Als ich das erste Mal einen Brief an mein zukünftiges Ich geschrieben habe, war das ein besonderer Moment. Es fühlte sich komisch, aufregend und zugleich respektabel an, obwohl ich die Aufgabe im ersten Moment echt belächelt habe. Doch es hat mir sehr geholfen zu erkennen, was ich in den letzten Monaten erreicht habe, was meine Motivationen waren und sind und zu überlegen, wo ich Stellschrauben habe und Potenziale ausbauen kann. Durch das Reflektieren habe ich mich sehr gut selbst coachen können. Auch die intensive Zeit mit mir selbst war ein sehr schöner Moment. Mir hat das Schreiben gezeigt, dass ich bereits heute die Wege für morgen aufbereite. Vieles ist mir in dem Moment bewusst geworden, was sonst so an mir vorbeigerauscht ist. Das Belächeln war nach der Anrede verschwunden und es zauberte mir ein Lächeln auf die Lippen – ein Gefühl des Wohlwollens!

Los geht es!

Vorweg: Sie schreiben, denn schreiben ist ein sehr hilfreicher Weg, persönliche Dinge zu reflektieren, festzuhalten, zu bearbeiten, kreativ zu werden und natürlich auch um sich zu sortieren. Im Idealfall schreiben Sie mit der Hand, da wird so eine andere Beziehung zu uns aufbauen, als wenn wir am Rechner tippen. Wir können auch mal eine Skizze hinzufügen und unsere Gedanken einfach fließen lassen. Es stellt auf eine gewisse Art und Weise auch Wertschätzung uns selbst gegenüber dar.

Suchen Sie sich einen ruhigen Wohlfühlplatz. Sollten Sie ein haptischer Mensch sein, suchen Sie sich auch ein tolles Briefpapier. Zum Start ist es sinnvoll, sich zu überlegen, wie alt das zukünftige Ich ist. Wie lange soll der Brief ruhen? Und dann kann es schon losgehen. Ein einfacher Trick zum Überwinden der ersten Hürde: Fangen Sie an mit der Anrede! Schreiben Sie, als wenn Sie Ihrer besten Freundin / dem besten Freund schreiben würden. Schreiben Sie einfach die ersten Gedanken auf und lassen Sie es fließen. Stehen die ersten Sätze erst einmal auf dem Papier, kann eine Strukturierung immer noch erfolgen. Doch so verlieren wir die Angst vor dem leeren Blatt.

Anregungen für den Brief an das zukünftige ICH

Wie sind Ihre Ziele in der Zukunft?
Wie leben Sie in der Zukunft?
Was haben Sie bis zum zukünftigen Zeitpunkt erreicht?
Was sind Ihre Träume?
Welche haben Sie erreicht, welche haben Sie angefangen zu leben?
Was möchten Sie bis zum zukünftigen Zeitpunkt losgelassen haben?
Wofür sind Sie dankbar?
Worauf sind Sie stolz?
Was haben Sie erreicht?
Wem sind Sie begegnet?

Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das Powertool wirkt übrigens auch noch einmal beim späteren Durchlesen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Freischwimmen von alten Strukturen und bei der Weiterentwicklung. Wünschen Sie im Veränderungsprozess mehr Unterstützung, dann melden Sie sich für ein individuelles systemisches Coaching!

Werden Sie Freischwimmer.