Probleme sind zum Lösen da: Aus Elefanten Mücken machen.

Und schon wieder ist aus unserem kleinen Problem ein großes geworden! Wir schaffen es immer wieder, unsere Probleme so ernst zu nehmen und ihnen viel Beachtung zu schenken. So wird es immer aussichtsloser, dass wir das Anliegen gelöst bekommen. Hinzu kommt, dass wir dann noch die Unsicherheit mit uns tragen, ob wir das Anliegen wirklich gelöst bekommen und „als Gewinner raus gehen“. Teilweise fühlen wir uns auch in der Defensive. Wir sind gelähmt und haben gar keine Idee, wie wir zu einer Lösung kommen können. „Die anderen sind schuld“! „Warum trifft es gerade mich?“

Aber genau mit diesen „warum“ und „wieso“ Fragen schaffen wir es, dass das Problem immer größer wird und wir uns selbst immer kleiner machen. Das haben Sie sicherlich auch schon beobachtet. Nun können Sie natürlich sagen: „mein Problem ist wirklich ein großes Problem.“ Das streite ich absolut nicht ab, aber mal ehrlich: wie häufig kommt es vor, dass wir, wenn wir das Problem gelöst haben, danach gar nicht mehr so genau wissen, weshalb wir so viele schlaflose Nächte und quälende Gedanken hatten.

Und dann gibt es das andere Phänomen – Menschen ohne Probleme!

Genauso werden Sie aber sicher schon beobachtet haben, dass es Menschen gibt, die scheinbar nie wirkliche Schwierigkeiten haben, die einfach so durchs Leben marschieren. Kann das wirklich so sein, dass diese Menschen keine Probleme haben? Oder gehen Sie anders damit um? Ich behaupte: Sie gehen anders damit um. Sie konzentrieren sich nicht auf das Problem und geben ihm gar nicht erst die Chance zu wachen

Die Lösung, das Probleme klein zu halten, ist so einfach und naheliegend, dass wir sie gerne vergessen. Denn es liegt ganz einfach daran, worauf wir gedanklich unseren Fokus setzen. Erkennen wir ein Problem und beschäftigen uns immer und immer wieder damit, wird es größer und größer. Daher auch das Sprichwort: „Aus einer Mücke einen Elefanten machen.“ Würden wir uns stattdessen mit der Lösung beschäftigen, könnte das Problem gar nicht wachsen!

Wie bleibt die Mücke eine Mücke? 

Damit unsere Probleme nicht wachsen, sondern wir sie schnell gelöst bekommen, ist es sehr hilfreich, ein Lösungsbild zu entwickeln. Überlegen Sie sich, wie die Lösung aussieht und was Sie tun können, damit das Anliegen gelöst ist. Und hier sind wir wieder an dem verflixten Punkt, der nicht so einfach ist. Denn sobald wir uns überlegen, wie das Lösungsbild aussieht, neigen viele dazu, direkt wieder ein „aber“ anzuhängen und die Idee zu verwerfen. So geraten wir wieder mitten ins Problem, obwohl wir uns doch Gedanken zur Lösung machen wollten.

Was kann uns also wirklich helfen?

Definieren Sie sich ein Wunschbild, ein Ziel, etwas dem Sie Platz geben wollen. Springen Sie nicht wieder zum Problem, sondern bleiben Sie bei dem Bild. Dann überlegen Sie sich, welche Möglichkeiten Sie haben in Bezug auf Ihre Kompetenzen, Fähigkeiten, finanziellen Mittel, zeitlichen Ressourcen etc. Wenn Sie bis hierher durchgehalten haben, sich nicht mit dem Problem, sondern mit der Lösung zu beschäftigen, ist ein erster großer Schritt geschafft. Denn zum Schluss geht es darum sich zu überlegen, wie Sie ihre Ressourcen so einsetzen können, um möglichst nah an das Wunschbild in der Realität heran zu kommen. Bleiben Sie dabei bei der Lösung, gehen Sie nicht wieder zum Problem.

Egal wie nah Sie später an dem Wunschbild ankommen, Sie werden feststellen, dass das Problem so nur noch zu einer Biene heranwächst und nicht mehr zum Elefanten wird. Das lösungsorientierte Denken hilft uns dabei, bei der Handlung zu bleiben, nicht in eine „Starre“ zu verfallen und positiver mit Problemen umzugehen.

Werden Sie Freischwimmer.