Smilie, Fensterscheibe, Überraschung

Überraschung!

Es ist kurz vor Weihnachten, als ich anfing, diesen Blogbeitrag zu schreiben. Eine Zeit für viele Überraschungen! Doch 2020 ist überhaupt ein Jahr voller Überraschungen und Veränderungen für viele. Denn es kam sicherlich bei den Meisten durch den Lockdown im Frühjahr und nun vor Weihnachten anders als erwartet. Wie hängen diese Themen mit Emotionen zusammen? Wie im Eintrag „Emotionen sind mehr als nur ein Gefühl“ beschrieben, ist Überraschung eine der 12 Primäremotionen. Da wir gerade alle versuchen, positive Überraschungen zu organisieren, ist es doch eine aktuelle und schöne Emotion, bei der es sich lohnt, sich diese Woche einmal genauer mit ihr zu beschäftigen.

Was macht eine Überraschung aus?

Laut Wikipedia sind Überraschungen „das Erleben unvorhergesehener Situationen, Gefühle oder Begegnungen, unerwarteter Worte, Geschenke und Ähnliches.“  Durch diese Definition wird direkt klar, dass es mehr ist als eine Emotion. Die Emotion wird durch das Unerwartete ausgelöst: Wir sind verwundert, sprachlos überrascht. Dabei kann sich das Gefühl breit machen, dass wir die Welt nicht mehr ganz verstehen. Etwas ist anders, als wir es uns gedacht haben. Dieser Moment der Überraschung ist eigentlich recht neutral. Es ist nicht klar wohin diese Überraschung uns führt. In dem Moment ist man perplex, sprachlos, verwundert. Während des Überraschungsmomentes werden unsere Antennen so richtig aktiviert! Unsere Aufnahme von Informationen ist sehr sensibel – wir reißen wortwörtlich die Augen auf.

Was kommt nach dem Überraschungsmoment?

Nach dem Überraschungsmoment – etwa nach 1-2 Sekunden – kommt die Realisierung und Bewertung. Das ist der Beginn des Auf- und Abwägens, der Risikoeinschätzung, des Abschätzens, wie gut wir mit dem Unerwarteten umgehen können. Erst danach können wir mit Gefühlen auf die Emotion reagieren. Hier kann dann ein positives oder ein negatives Gefühl entstehen. Fühlen wir uns gut mit der Überraschung oder sind wir geschockt und ängstlich? Das ist natürlich sehr stark davon abhängig, um was für eine Überraschung es sich handelt. Und das ist interessant: Obwohl das Risiko, jemanden zu überraschen, in die positive als auch in die negative Richtung kippen kann, machen wir gerne anderen eine Überraschung. Natürlich immer mit dem Vorsatz einer positiven Überraschung.

Was tun bei negativen Überraschungen?

Bei positiven Überraschungen wissen wir genau, was wir damit anfangen können. Wir freuen uns, bedanken uns und sind happy. Komplizierter sind die negativen Überraschungen, denn diese enttäuschen oder bringen uns in eine starre Haltung. Die Enttäuschung kann sehr groß sein und zukünftige Auswirkungen haben. Wenn die negative Überraschung sehr groß ist oder wir sogar in eine starre Haltung kommen und wie gelähmt sind, fehlt es häufig an der Idee, wie damit umzugehen ist. Weil sehr viel davon abhängt, um was für eine negative Überraschung es sich handelt, ist es schwer, eine allgemeine Handlungsempfehlung zu geben.

Aber was auf jeden Fall Platz finden sollte, ist Zeit, in der das Unvorhersehbare verarbeitet werden darf. Es muss oft nicht direkt eine Lösung da sein. Erst wenn die Situation überblickt werden kann, kann damit umgegangen werden und ein Vorgehen oder eine Lösung erarbeitet werden. Hier kann ganz helfen, Positives am Negativen zu suchen. So kommen Sie schneller zu einer Lösungsstrategie, als wenn Sie in einer „Alles-ist-blöd-Haltung“ stecken. Leicht gesagt, schwer umzusetzen. Mir hilft da sehr häufig, bildlich einen Strich unter die Sache zu ziehen – gerne mit einer klaren Aussprache oder einer Aktion.

Ich hoffe, Sie bleiben von bösen Überraschungen verschont und es gibt viele Gründe, sich in den nächsten Wochen über Überraschungen zu freuen. Sie möchten in der Zukunft keinen Blog Artikel mehr verpassen? Wie wäre es mit einer Anmeldung zum Newsletter?

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