Äpfel und Birnen, unterschiedlich

Vergleichen macht unglücklich?

In einem meiner letzten Seminare kam das Thema „Vergleichen mit anderen“ auf. Es ging darum, dass es so schwer ist, sich nicht ständig zu messen. Und in der Diskussion wurde schnell klar, dass Vergleichen oft unglücklich macht. Wir vergleichen uns in den meisten Fällen nur dann, wenn jemand etwas besser kann, nach unserem Empfinden hübscher ist oder etwas hat, was wir nicht haben. Doch was wir nicht so oft machen: Gegenüberstellen, was wir haben und andere nicht oder was wir besser können etc. Beim Vergleich schneiden wir persönlich fast immer „schlechter“ ab.

Woher kommt das Verhalten?

Als kleines Kind lernen wir durch das Beobachten, dieses setzt sich in der Entwicklung fort. Die Beobachtung „was machen andere?“ gibt uns später auch Orientierung und Sicherheit, ob wir auf der „richtigen Spur“ sind. Aus diesem Grund sind die Beobachtung und der Vergleich mit anderen für uns ein Tool, welches wir schon früh zu nutzen lernen und was uns auch bis zu einem bestimmten Punkt hilft. Doch übertreiben wir es und setzen die Beobachtung mehr oder weniger bewertend ein, dann kann uns der Vergleich unglücklich machen.

Was wir als Erwachsene beim Vergleichen oft nur vergessen ist, dass wir Äpfel mit Birnen vergleichen. Jeder Mensch ist einzigartig, jeder hat eine bestimmte Kombination von Fähigkeiten, Merkmalen etc. und somit ist jeder Vergleich wie ein Vergleich von Äpfeln und Birnen.

Den Vergleich umdrehen!

Doch wenn wir diese Fähigkeit schon besitzen, weshalb setzen wir sie nicht zu unserem Vorteil ein?  Statt uns fertig zu machen, was wir nicht können, haben oder sind legen wir doch einfach einmal den Fokus auf den Kehrwert. Was haben wir, wer sind wir, was können wir? Durch den Perspektivwechsel, der sicherlich etwas Ausdauer bedarf, können wir unseren Selbstwert aufbauen und feststellen, was für ein toller Mensch wir sind. Vor allem können wir das Defizitdenken in ein Überschussdenken umdrehen.

Schnell werden wir feststellen: wir „besitzen“ ganz schön viel, das andere nicht „haben“. Denn niemand ist perfekt und niemand kann alles haben oder können. Alternativ können Sie sich natürlich auch bei jedem abwertenden Vergleich, den Sie wahrnehmen, auf die Finger klopfen und sich dieses verbieten. Aber eine Veränderung mit einem Ersatz ist immer leichter umzusetzen. Und meine Erfahrung ist: Irgendwann wird das Messen an anderen langweilig, nämlich dann, wenn es für mich positiv ausgeht. Das führt dann dazu, dass wir automatisch auch weniger vergleichen.

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