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Juhu: Schlechte Laune!

Ja, auch ich habe manchmal schlechte Laune. Aber manchmal tut es auch gut, in solchen Momenten der Missstimmung aufmerksam zu sein und in sich hinein zuhören. Zu erkunden und genauer zu hinterfragen, was gerade los ist. Heute z.B. war ich in so einer Stimmung und eine sehr liebe Freundin fragte mich: „Schlechte Laune: Bist Du traurig?“ Ich verstand die Frage erst falsch und sagte: „Nein, ich habe keinen Streit“. Sie fragte noch einmal und brachte mich damit wirklich ins Wanken. Was macht meine Verstimmung aus? Was ist der Grund meiner schlechten Laune? Gute Fragen…dachte ich mir.

Schlechte Laune ein Ausdruck von…

Denn während des Nachdenkens stellte ich für mich fest, dass die Verstimmung doch mehr ein Ausdruck von etwas ist. Darüber hatte ich tatsächlich noch nicht oder noch nicht bewusst nachgedacht. Na klar, Traurigkeit, Enttäuschung, Verletztheit oder Ärger über etwas sind einige Beispiele, die uns schlechte Laune verschaffen können. Doch auch Unausgeglichenheit oder eine Abweichung von Erwartung und Realität können Unmut verbreiten. Leider nehmen wir häufig nur wahr, dass wir schlechte Laune haben – aber nicht richtig warum. Die Laune drückt etwas aus, aber den Auslöser den suchen wir nicht, weil wir in der Stimmung gefangen sind. Dabei ist die schlechte Laune doch eigentlich ein tolles  (Warn-)signal.

Genauer hingehört: Was will uns die Verstimmung sagen?

Es gibt wie so oft natürlich auch wieder verschiedene „Auslöser“ von schlechter Laune. Bei der schlechten Laune, von der ich hier schreibe, geht es um eine getrübte Stimmung, die kommt und dann auch wieder geht. Es ist eine Stimmungsschwankung. Ich möchte an dieser Stelle klar sagen, dass ich mit schlechter Laune hier nicht eine langfristig anhaltende schlechte Laune oder gar eine psychische Erkrankung meine.

Diese schlechte Laune kann ein Warnsignal sein, dass uns unser Körper sendet. Erkennen wir die Missstimmung, dann können wir mit Neugierde, Interesse und Selbstliebe auch den Ursprung oder Auslöser erforschen. Folgende Fragen können dabei helfen:

  • Fehlt mir etwas?
  • Hat mich etwas geärgert?
  • Raubt mir etwas sehr viel Energie?
  • Bin ich von etwas enttäuscht/verletzt etc.?
  • Hatte ich andere Vorstellungen vom Moment/der Aktivität etc.?

Erforschen ist hier die Devise! Dabei können wirklich verschiedene Punkte ans Licht kommen. Wenn ich z.B. heute auf meine schlechte Laune schaue, kann ich ganz klar sagen: Mir fehlt Schlaf! Der Wecker hat viel zu früh geklingelt und ich habe viel zu spät geschlafen. Das war keine Absicht, deshalb ärgere ich mich umso mehr, dass ich so schlecht einschlafen konnte. Manchmal fehlt uns auch etwas Bewegung. Gerade jetzt im Winter, es ist grau in grau, Corona lässt uns wenig Spielräume und das Sofa wird über Tage der beliebteste Ausflugsort. Dann fehlt auch etwas, nämlich die frische Luft, die Bewegung oder und die Abwechslung. Das kann Energie rauben und uns so in Missstimmung bringen.

Erste Hilfe: Was tun bei schlechter Laune?

Nach dem Erkennen können wir aktiv versuchen, die Verstimmungen zu verändern. Dabei können ganz einfache Dinge helfen:

  • Raus gehen, Sonne tanken, sich bewegen
  • Freunde treffen oder mit ihnen telefonieren
  • Sport und Bewegung
  • Ein kleiner Mittagsschlaf oder Ausschlafen
  • Die Ursache auflösen (z. B. Situation verändern, die stresst, ein klärendes Gespräch führen, etc.)
  • Den Fokus bewusst auf etwas Positives setzen
  • Vielleicht auch einmal die Ernährung überdenken (Obst, Gemüse und ausreichend Wasser)
  • Achtsamkeitsübungen oder Entspannungsübungen

Manchmal kann es aber auch eine Umarmung oder eine warme Badewanne sein. Horchen Sie in sich hinein, was Ihnen helfen kann, um einen Ausgleich zu schaffen. Als Faustregel habe ich für mich ausgemacht, dass es mir hilft, das Defizit zu füllen. Denn damit bekomme ich meistens meine Stimmung wieder aufgehellt.

Nun haben Sie einige Tipps und vor allem meine persönlichen Erfahrungen kennengelernt. Sollten dieser Impuls Ihnen gefallen haben, dann bestellen Sie doch meinen Newsletter: Die Flaschenpost. So erhalten Sie meine Flaschenpost und werden über die aktuellen Impulse informiert. Sollte Ihnen das Selbstcoaching nicht weit genug gehen, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.