See, Bayern, Achtsamkeit

Achtsamkeit im Arbeitsalltag: Wie soll das bitte gehen?

Wie schaffe ich es im schnelllebigen Arbeitsalltag etwas mehr Achtsamkeit zu leben? Die wenigsten von uns haben tagsüber regelmäßig Momente, in denen wirklich Pause gemacht werden kann. Der Kalender ist voll, die Kollegen „stehen Schlange“ und die Vorgesetzten möchten „nur noch schnell“ etwas. Und doch ist es möglich, sich kleine Inseln der Achtsamkeit zu schaffen. Wenige Minuten reichen, die eine große Wirkung haben und Kraft geben und wir uns etwas Gutes tun können. Heute möchte ich Ihnen drei Tipps mit auf den Weg geben, wie Sie entspannter durch den Tag kommen.

1. Gönnen Sie sich einmal in der Stunde 10 bewusste Atemzüge 

Diese Übung kostet Sie vielleicht 30 Sekunden und sie ist wirklich in jedem Arbeitsalltag unterzubringen. Und hat man sie erst einmal als Achtsamkeitsübung in den Tag eingebunden möchte man sie auch nicht mehr missen. Setzten Sie sich aufrecht auf Ihren Stuhl oder stellen Sie sich kurz vor ein Fenster. Wenn Sie mögen und können, schließen Sie kurz die Augen und atmen bewusst tief durch die Nase bis in den Bauch ein. Beobachten Sie dabei den Luftstrom, wie er durch die Nase einfließt. Ist die Luft kalt oder warm? Wie weit hebt sich der Bauch? Atmen Sie dann durch den Mund wieder aus. Lassen Sie sich darauf ein, sich etwa 30 Sekunden nur auf Ihren Atem zu konzentrieren. Danach gehen Ihnen die Dinge wieder leichter von der Hand.

2. Der achtsame Weg zur Kaffeemaschine

Der Weg zur Kaffeemaschine bietet Ihnen die Möglichkeit für eine Achtsamkeitsübung, indem Sie eine kleine Gehmeditation machen. Achten Sie genau auf Ihre Füße: Welchen Fuß setzen Sie zuerst? Welcher Teil des Fußes berührt den Boden als erstes und welcher danach? Wie fühlt sich der Fuß im Schuh an? Wie viele Schritte benötigen Sie bis zur Kaffeemaschine? Diese Übung eignet sich auch, wenn Sie von Termin zu Termin hetzen. Nehmen Sie so etwas Geschwindigkeit aus dem Tag und tanken Sie Kraft beim Raumwechsel! Ja, so einfach kann etwas etwas Gutes tun gelingen.

3. Was tut Ihnen gut?

Sicherlich haben Sie KollegInnen um sich, die Ihnen guttun. Sie arbeiten gerne zusammen, die Projekte laufen gut und es macht einfach Spaß. Vielleicht sind es auch bestimmte Tätigkeiten, die Ihnen guttun, bei denen die Zeit nur so verfliegt und Sie danach das Gefühl haben, etwas Gutes geschafft zu haben. Solche Gegebenheiten helfen uns, Stress zu reduzieren und gekräftigt aus Stresssituationen zu gehen. Kennen Sie solche Kraftquellen? Werden Sie sich klar über diese Momente, Situationen und Personen. Vielleicht haben Sie die Chance, solche Momente zu steigern oder Sie am Tag so zu platzieren, dass Sie regelmäßig Kraft aus Ihnen ziehen können. Also: versuchen Sie Ihr Arbeitsumfeld nur ein wenig umzugestalten. Und seien Sie sich sicher: Ihre gute Laune und die Qualität Ihrer Arbeit wird steigen.

Doch wofür ist das gut und was macht es wichtig?

Das ist nur eine kleine Auswahl an Tipps, wie Sie etwas Achtsamkeit in Ihren Arbeitsalltag integrieren können. Mit diesen einfachen kleinen Übungen reduzieren Sie Ihren Stress und gewinnen Kraft und „Entspanntheit“, um mit Problemen bewusster umzugehen und klarere Entscheidungen treffen zu können. Ein schwieriger Kollege wird Ihnen, mit etwas Übung, nicht mehr so stark auffallen, Ihr Fokus verändert sich. Sie werden abends mit mehr Kraft nach Hause kommen und auch Ihren Liebsten noch wertvolle Zeit schenken können. Ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung nur sagen: so einfach die Übungen auch klingen, es lohnt sich ab und zu mal inne zu halten – sich etwas Gutes tun. Es muss nicht immer eine 45-minütige Meditation sein.

Viel Spaß beim Ausprobieren und denken Sie dran, haben Sie etwas Geduld. Wenn Sie das Thema interessiert und Sie mit mir daran arbeiten wollen, wie sie besser für sich selbst sorgen können, dann melden Sie sich bei mir. In einem Coaching lassen sich eigene Denkstrukturen aufdecken und individuelle Strategien entwickeln, wie Sie z. B. mehr Achtsamkeit und Selbstliebe entwicklen. Interesse? Dann melden Sie sich bei mir!